Soziale Verantwortung

100% Schulpflicht: ein Traumziel, das selbst in vielen entwickelten Länder schwierig zu erreichen ist. Für Guaranésia, eine kleine Stadt im Bundesland Minas Gerais, Brasilien, eine Realität, die mit unserer Hilfe verwirklicht wurde und uns mit Stolz erfüllt.

Die Grundidee war gewesen, den auf der Farm lebenden Kindern während der ersten vier Schuljahre den Schulbesuch in der Nähe ihrer Elternhäuser zu ermöglichen. Für den Zweck haben wir ein zweiklassiges Schulhaus mit Küche für die Warmverpflegung der Kinder und modernen sanitären Einrichtungen gebaut. Es gibt getrennte Pausen- Spielplätze für Jungen und Mädchen erstellt, damit die Mädchen nicht Opfer der Fussballbegeisterung der Jungen werden.

Als die Schulbehörde wegen der Attraktivität der Schule darum bat, sie als Schulzentrum auch für die Kinder der anderen Farmen in der Municipalität Guaranésia zu öffnen, konnte man diese Bitte nicht abschlagen. Heute wird in Guaranésia die Schulpflicht zu 100% erfüllt; nur 35km entfernt fällt dieser Satz auf nur 65%. Die von auswärtigen Farmen kommenden Kinder werden zudem mittags kostenlos verpflegt. Kinderarbeit ist auf Ipiranga unbekannt.

Neben des Baus des Schulhaus ist monatlich eines der alten Mitarbeiterhäuser durch einen Neubau ersetzt worden. Dieses Programm ist nun abgeschlossen. Die rund 40 auf der Farm lebenden Familien haben ein modernes Zuhause mit fliessendem Wasser, Duschbad, Küche etc. Zu jedem Haus gehört ein Garten. Die Mitarbeiter können auf Wunsch kostenlos weiteres Gartengelände erhalten. Die Mitarbeiter müssen weder für Haus noch Garten Miete zahlen.

Vorher: Hütten mit primitiver Bedachung
und ohne fliessendes Wasser
Heute: ein modernes Zuhause mit
Lebensqualität

Die Angestelltenhäuser werden mietfrei bewohnt.

Aus Gründen des biologischen Anbaus weiden auf der Farm ca. 250 Rinder. Um alle Familien auf der Farm und insbesondere deren Kinder täglich mit kostenloser Frischmilch zu versorgen, sind darunter eine Anzahl Milchkühe. Alle Familien erhalten täglich kostenlos mindestens 1,5 Liter Milch, Familien mit Kindern entsprechend mehr.

Alle Mitarbeiter erhalten pro Jahr einen einmonatigen, bezahlten Urlaub. In heiklen medizinischen Notfällen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, hilft die Farm Mitarbeitern und deren Angehörigen bei. Die Farm unterstutzt die berufliche Weiterbildung der Kinder der Mitarbeiter. Es gibt Gelegenheiten für junge Leute, weiterführende Kurse zur weiteren beruflichen Qualifikation zu besuchen.

Die Mitarbeiter können in den auf der Farm befindlichen sehr fischreichen Teichen, die teils natürlich vorhanden, zum Teil aber seit 1992 als Wasserreservoire angelegt worden sind, zur Bereicherung des persönlichen Speisezettels und als Freizeitgestaltung angeln. Die Gewässer werden auf natürliche Weise durch spezielle Fischarten - und damit auch hier ohne jeden Einsatz von Chemie - frei von dem in warmen Ländern üppig wuchernden Unkraut gehalten. Das Wasser hat Trinkwasserqualität.

Ipiranga Fussballclub: ein wichtiger Punkt des Soziallebens auf der Farm

Verantwortung für den einzelnen Menschen wird gross geschrieben und die in jeder Ansicht ausgeglichenen sozialen Verhältnisse haben ein Klima des Vertrauens und der Motivation geschaffen. Ein zentraler Punkt des Soziallebens auf der Farm ist ihr Fussballclub. In ihm spielen Mitarbeiter der Farm und über Familienbande der Farm langjährig verbundene Sportler. Die Farmmannschaft hat es mehrfach zum Champion in der Region gebracht, und zwar immer aus eigener Kraft und ohne Einsatz bezahlter "Gast"-Spieler.

Um was sich - vom Aufsehen und Mitteln der Öffentlichkeit begleitet - einige namhafte Institutionen bemühen, ist auf Ipiranga längst verwirklicht: ohne jede öffentliche Unterstützung, allein durch die Privatinitiative und natürlich durch Ihre Unterstutzung beim Kauf unseres Kaffees.